Ein einziger Datenverstoß kann einen Spediteur oder Frachtführer in die Knie zwingen. Im Jahr 2021 wurde alle elf Sekunden ein Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs, und die durchschnittlichen Kosten dieser Angriffe beliefen sich auf über 11 Millionen US-Dollar. Um Flotten- und Lieferkettendaten zu schützen, ist eine durchgängige Cybersicherheit unerlässlich, insbesondere da Unternehmen zunehmend auf Telematik setzen. Allerdings bieten nicht alle Telematiklösungen das gleiche Maß an Daten- und Netzwerksicherheit.
Nehmen Sie sich bei der Bewertung eines Telematiksystemanbieters die Zeit, dessen Richtlinien und Verfahren zur Informationssicherheit (Infosec) zu verstehen. Fragen Sie nach den eingesetzten Technologieebenen zum Schutz der Daten, die vom Telematikgerät über die Telematikplattform bis hin zum Endnutzer übertragen werden. Manche Anbieter investieren mehr Zeit und Ressourcen in die Informationssicherheit als andere.
Sicherheit auf Geräteebene
Ein mehrschichtiger Ansatz zur Telematiksicherheit beginnt beim Telematikgerät und seiner Herstellung. Geräte sollten ein manipulationssicheres Gehäuse haben und sich leicht an einem sicheren Ort im Fahrzeug oder in der transportierten Ladung verbergen lassen.
Telematikgeräte verfügen in der Regel über ein grundlegendes Maß an Datensicherheit, z. B. durch die Generierung von Schlüsseln zum Schutz vor unbefugtem Zugriff und die Verschlüsselung ruhender Daten (die Daten werden bereits vor der Speicherung auf dem Gerät verschlüsselt). Ihre Anforderungen können jedoch zusätzliche Sicherheitsebenen erfordern, insbesondere beim Versand oder Transport hochwertiger Fracht oder sensible Nutzlasten.
Um die Cybersicherheit in der Lieferkette zu erhöhen, verfügen einige Telematikanbieter über die technischen Möglichkeiten, zusätzliche Hardware-Sicherheit hinzuzufügen. Dies kann mehr statischen RAM und/oder einen anderen Sicherheitschip für verbesserte Verschlüsselung umfassen. CalAmp bietet mehrere Verschlüsselungsstufen, die den Anforderungen Ihres Unternehmens gerecht werden.
Fahrzeug-zu-Gerät-Sicherheit
Vernetzte Fahrzeuge sind anfällig für Hackerangriffe und Datendiebstahl. Böswillige Akteure könnten Schwachstellen im Fahrzeugtelematiksystem ausnutzen, um Befehls- und Kontrolldaten in den Bordcomputer des Fahrzeugs zu schreiben und so die Kontrolle über das Fahrzeug zu erlangen. Ein entscheidendes Element der Fahrzeug-Cybersicherheit ist daher die Gewährleistung des ausschließlich ausgehenden Datenflusses vom Telematikgerät.
Device-to-Cloud-Sicherheit
Telematiklösungen nutzen 3G-Mobilfunknetze (die derzeit auslaufen) oder 4G-LTE-Netze, um Daten vom Gerät in die Cloud zu übertragen. Mobilfunkübertragungen weisen jedoch besondere Schwachstellen auf.
Anbieter bieten verschiedene Möglichkeiten, die Sicherheit der drahtlosen Datenübertragung durch Nutzlastverschlüsselung zu gewährleisten. Das „Verpacken“ der Daten beim Verlassen des Telematikgeräts stellt beispielsweise eine zusätzliche Sicherheitsebene dar und verhindert, dass Lauscher und Hacker die Daten beim Transport vom Edge in die Cloud lesen oder stehlen.
Sicherheit der Telematikplattform
Das vielleicht Wichtigste von allem ist die Sicherheit der Telematikplattform. Die Verhinderung des unbefugten Zugriffs auf die Endsysteme eines Unternehmens ist von entscheidender Bedeutung. Daher sind Zugriffskontrolle und kontinuierliche Aktivitätsüberwachung unerlässlich.
Die Telematik-Cloud-Plattform sollte mehrere Informationssicherheitsebenen nutzen, darunter rollenbasierte Zugriffskontrollen zur Definition von Benutzerrollen und zur Aufrechterhaltung von Zugriffsrechten. Sie sollte Stakeholder bei verdächtigen Zugriffsanfragen im System warnen. Zudem sollten Redundanzen in die Sicherheitsprotokolle integriert werden, um unbefugten Benutzern den Zugriff auf wichtige Systeme zu verwehren.
Darüber hinaus müssen die Plattform-Hosts sicherstellen, dass die darin gespeicherten Daten mit AES-256-Verschlüsselungsprotokollen verschlüsselt sind. Dadurch wird sichergestellt, dass die Daten nur für den vorgesehenen Zweck verwendet werden.
API-Sicherheit
Die zunehmende Nutzung von Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) stellt einen weiteren Zugriffspunkt auf Unternehmensdaten dar, der insbesondere in Supply-Chain-Anwendungen gesichert werden muss. Suchen Sie nach einem Anbieter, der eine zusätzliche Authentifizierungs- und Verschlüsselungsebene für über Datenpumpen oder APIs gesendete Daten bietet. Beispielsweise sollten spezielle Datenschlüssel vorhanden sein, um verschlüsselte Daten zu entschlüsseln, zu analysieren und sicherzustellen, dass sie sicher in das Endsystem übertragen werden können.
Cybersicherheits-Risikomanagement ist für jeden Spediteur und Transporteur unerlässlich. Die Zusammenarbeit mit einem Connected Intelligence-Unternehmen, das die sich ständig verändernde Datensicherheitslandschaft im Blick behält, Datenschutztechnologie priorisiert und das gesamte Spektrum der Kundensicherheitsbedürfnisse abdeckt, ist der Schlüssel zur Reduzierung des Risikos eines Datenverstoßes, zur Vermeidung der finanziellen Folgen eines Cyberangriffs und zum Schutz des Rufs Ihres Unternehmens.
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